Reigi – Die Etiquette im Dojo

Die Räumlichkeiten des Dojo werden bitte mit Badeschuhen betreten oder – wenn nicht vorhanden – mit Socken.

Die Mattenfläche selbst soll barfuss betreten werden. Außerhalb des Mattenbereiches werden generell die Badeschuhe, um die Matten frei vom Dreck und Staub zu halten.

Das Dojo ist ein Ort der Gemeinsamkeit !

Unter anderem aus diesem Grund, sind alle aufgefordert, gemeinsam nach Anleitung der Lehrers, die Matte vor der Übungsstunde auszulegen und nach der Stunde wieder einzusammeln. Gegebenenfalls solltet ihr euch auch am Putzen und Instandhalten des Dojos beteiligen.

Aus hygienischen Gründen und aus Respekt vor den Übungspartnern sollte der Aikidoka einen sauberen Aikidoanzug tragen sowie für die Sauberkeit vor allem deiner Hände und Füße sorgen. Um andere Schüler nicht zu verletzen, halten wir bitte die Fuß- und Fingernägel kurz. Auch Schmuck ist vor dem Betreten der Matte abzulegen, insbesondere Ringe, Halsketten und Ohrringe.

Teilt dem Lehrer eventuelle Verletzungen mit, damit er während des Trainings darauf Rücksicht nehmen kann.

Seid früh genug im Dojo, um euch noch vor Beginn der Übungseinheit in Ruhe umziehen zu können und beim Aufbau der Matten zu helfen. Versucht, Verspätungen nicht zur Regel werden zu lassen.

Solltet ihr ausnahmsweise doch zu spät sein, wartet vor der Tür zum Dojo eventuelle Meditations- oder Vorführungsphasen ab und trettet dann leise ein. Wartet bis der Lehrer euch mit einer Verbeugung erlaubt, die Mattenfläche zu betreten. Setzt euch kurz in Seiza (Kniesitz) und schliesst die Augen. Nach ein paar Atemzügen verbeuge euch und integriert euch dann ins Training. Wenn das Training schon fortgeschritten ist, wärmt euere Muskeln zuvor am Mattenrand kurz durch die entsprechenden Übungen auf.

Wertgegenstände sollten, um Diebstahl vorzubeugen, mit ins Dojo genommen werden und nicht in der Umkleide verbleiben.

Mobiltelefone sind auszuschalten !

Bei Betreten oder Verlassen der Matte verbeugt euch vor dem Shomen.

Das Shomen ist die Front der Übungsfläche, wo sich das Foto O Sensei Morihei Ueshibas – des Begründers des Aikido – befindet. Die Verbeugung dient einerseits der Respektbekundung und soll euch andererseits daran erinnern, euch in der folgenden Unterrichtsstunde rein auf das Studium des Aikido zu konzentrieren.

Sobald der Lehrer die Matte betritt, setzt euch im Kniesitz (seiza) neben den anderen Schülern in eine Reihe mit Blick zum Shomen und sammlet euch. Ist nicht genügend Platz vorhanden, wird eine weitere Reihe gebildet. Prinzipiell ist folgende Sitzordnung einzuhalten: Erfahrenere Schüler (Sempai) sitzen in der Regel an der rechten Seite der Linie, unerfahrenere dagegen an der linken.

Zu Beginn des Trainings gibt es eine Konzentrationsphase. Versucht dabei, euch für das kommende Training zu sammeln und den Alltag hinter euch zu lassen. Auf ein verbales Zeichen des Lehrers („Rei.“) verbeugt euch gemeinsam mit den anderen in Richtung des Shomen. Anschließend verbeugt euch mit den Mitschülern vor dem Lehrer und sage „onegai shimasu“. Dies ist eine japanische, höfliche Aufforderung, doch bitte etwas gelernt zu bekommen.

Wenn der Lehrer eine Technik vorführt oder Erklärungen gibt, knieet im Seiza (Kniesitz) am Rand der Matte. Am Ende der Demonstration bedankt euch mit einer Verbeugung. Dann wendet euch zu einem Partner neben euch und bitte ihn durch eine Verbeugung mit euch zu üben.

Übt mit deinem Partner in der Geschwindigkeit und Intensität, die seinem Niveau entspricht. Sollten dennoch Verletzungen entstehen, teilt dies unmittelbar dem Lehrer mit und handelt gegebenenfalls.

Beendet der Lehrer das Üben einer Technik, bedankt euch bei eurem Partner mit einer Verbeugung und einem „Danke schön!“ und setzt euch in die Reihe zu den anderen Schülern.

Verlasst die Matte möglichst nur in Pausen oder in dringenden Fällen nach Absprache mit dem Lehrer.

Seid während der gesamten Übungsstunde aufmerksam, konzentriert und respektvoll und zeigt dies durch eine entsprechende Haltung. Tragt durch euren Verhalten zu einer fröhlichen und entspannten Trainingsatmosphäre bei.

Diskutiert nicht über mögliche Variationen einer Technik, sondern führt die Technik so aus, wie vom Lehrer vorgeführt. Hebt etwaige Diskussionen für die Zeit nach der Übungsstunde auf.

Das Reden sollte während der gesamten Stunde auf ein Minimum begrenzt werden, um die Konzentration der anderen nicht zu stören. Unbedingt notwendige Absprachen sind leise, sachlich und kurz zu halten.

Zum Ende der Übungsstunde gibt es wie zu Beginn wieder eine Konzentrationsphase im Seiza. Nach einer abschließenden Verbeugung vor dem Lehrer und einem „Danke schön!“ oder „arigato gozaimashita“ bedanke euch ebenso bei eurem letzten Partner; stellvertretend für alle deine Trainingspartner.

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