Shisei – Die Haltung

Die rechte Haltung (Shisei) umfasst sowohl eine innere Einstellung zur Welt und dem Partner als auch deren äußeren Ausdruck (Shizentai).

Shizentai – Natürliche Haltung

Der Stand erfolgt aufrecht mit einer lockeren Körperspannung (Tonus) und tiefem Schwerpunkt.

Die Füße stehen parallel etwa schulterbreit, die Knie sind nicht durchgedrückt und das Gewicht ist auf beide Beine verteilt.

Dabei sollte der Stand sicher, erdverbunden und zum Raum hin offen sein. Shizentai bringt eine neutrale, nicht gerichtete Stellung (Kamae) gegenüber dem Partner zum Ausdruck.

Kamae – Stellung zum Partner

Die Partner begegnen sich in den Übungen als Tori (Nage) und Uke.

Zur Ausführung der Techniken nimmt man eine dynamische Stellungen zum Partner ein und senkt den Schwerpunkt weiter ab.

Um Kamae einzunehmen, schiebt man, von Shizentai ausgehend, einen Fuß vor und wendet dem Partner die entsprechende Seite zu.

Dabei stellt sich der hintere Fuß schräg (so genannte T-Stellung) und man nimmt die Hand an der Seite, die dem Partner zugewendet ist, nach vorne. Das Körpergewicht ruht auf beiden Füßen, der Körper ist entspannt.

Die Stellung ist eindeutig gerichtet und bleibt zum Raum hin offen. Macht der Partner dasselbe, ergeben sich zwei mögliche Stellungen:

Ai Hanmi

(punktsymmetrische Stellung)

Von Shizentai ausgehend schieben beide Partner ihren rechten oder beide ihren linken Fuß vor.

Gyaku Hanmi

(spiegelsymmetrische Stellung)

Von Shizentai ausgehend schiebt ein Partner seinen rechten und der andere Partner seinen linken Fuß vor.

Im Aikidō können die Techniken im Stand oder auf Knien durchgeführt werden, wodurch sich drei mögliche (Kampf-) Positionen ergeben, die jeweils in Ai hanmi oder Gyaku hanmi ausgeführt werden können.

Tachi Waza

Beide Partner stehen.

Hanmi Hantachi

Ein Partner (Tori) kniet in Seiza und der andere Partner (Uke) steht.

Suwari Waza

Beide Partner knien in Seiza.

Sankaku Waza bzw Sankaku Tai

Die „T-Stellung“ in Kamae bildet ein Kraftdreieck, das Tori ermöglicht, sich variabel zu bewegen, um den Kraftimpuls von Uke aufzunehmen und umzuleiten und dabei die eigene Mitte zu halten.

Das Kraftdreieck ist dynamisch auf Uke bezogen.

Ma-ai (rechter Abstand)

Die dynamische Beziehung zu Uke liegt im „rechten Abstand“, der die Distanz zum Partner, das Timing in der Bewegung und die aufmerksame Präsenz in der Situation umfasst. Ma-ai wird sowohl durch die physische Situation als auch durch Ki bestimmt.

In der Ausgangsstellung ist Ma-ai die Länge der Arme und Hände von Uke und Tori. Wenn Uke und Tori ihre Arme und Finger nach vorne ausstrecken, sollten sich die Fingerspitzen von Uke und Tori berühren können.

Handhaltung

Bei der Handhaltung wird zwischen der Höhe unterschieden.

Jodan

Hohe Handhaltung. Die Hände befinden sich oberhalb der Schultern.

Chudan

Mittlere Handhaltung. Die Hände befinden sich zwischen Bauchnabel und der Oberseite der Schultern.

Gedan

Tiefe Handhaltung. Die Hände befinden sich unterhalb des Bauchnabels.

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