Sie fragen, wir antworten …

Kann man sich ein Training ansehen?

Selbstverständlich kann das Training für einen ersten Eindruck angesehen werden. Wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung und Absprache.

Wir geben zu beachten, dass sich alle Zuschauer während dem Training ruhig zu verhalten haben, nicht herumlaufen und auf keinen Fall, die Trainingsteilnehmer oder das Training auf irgendwelche Art zu stören. Besonders Mobiltelefone sind auszuschalten und das Fotografieren ist ohne vorherige Zustimmung nicht gestattet!

Jedoch geben wir auch zu bedenken, dass nur durch reinen Zuschauen, Aikido schwer nachvollziehbar ist. Erfahrene Aikidokas trainieren unter Umständen im schnellerem Tempo und als aussenstehenden Betrachter erkennt man vielleicht noch den Angriff, erkennt den Abschluss, die Technik sieht man jedoch nicht. Es kann der Eindruck beim Zuschauer entstehen, dass er überhaupt nicht fähig wäre, eine solche komplexe Bewegung durchzuführen.

Anstatt nur „reines Zuschauen“, laden wir eher zu einem Probetraining ein, denn das Aikido kann sich einem nur erschliessen, wenn man es praktiziert!

Niemand fängt dabei sofort mit solch komplexen Bewegungen an, sondern wie für alle, geht es zunächst an der Herantasten durch das Erlernen der „Basis“, wie das Bewegen auf der Matte und richtiges Fallen oder Abrollen.


Gibt es ein Aikido(kurs) nur für Frauen?

Aus der Idee des Aikido geht hervor, dass es keinen Unterschied im Training zwischen Frauen und Männer gibt.

Die Aikidotechniken basieren vielmehr auf Physik, Destabilisierung und auf dem Prinzip der „inneren Kraft“. Eher hinderlich ist hierbei (grosse) körperliche Kraft, sie führt schneller zu einer Blockade bei dem Kraftausübenden und diese Kraft könnte ihn schliesslich selbst verletzen!

Somit denken wir, dass aus diesen Gründen, Aikido schon fast prädestiniert für Frauen ist. In unseren Trainings gibt es keine Trennung von Männer und Frauen, beide Geschlechter trainieren (gleich dem Ying/Yang-Prinzip) miteinander und lernen voneinander!


Ab welchem Alter kann mit dem Aikido begonnen werden?

Grundsätzlich kann man mit dem Aikidotraining in jeden Alter beginnen: es gibt nach oben keine Grenze. Jedoch ist es, vor einem bestimmten Alter, bzw. der Entwicklung einer bestimmten Konstitution nicht ratsam, zu früh mit dem Training zu beginnen.

Denn die im Training gelernten Hebel – auf denen die meisten Aikidotechniken basieren – können sich bei unsachgemässer Ausführung negativ auf die körperliche Entwicklung auswirken.

Aus diesem Grunde legt die FNAL für den Einstieg eine “Mindestaltersgrenze” von 10 Jahren fest.

Aikido ist eine Kunst, die ein hohes Mass an Aufmerksamkeit fordert, wenn die Teilnehmer nicht nur einer einfachen Freizeitbeschäftigung nachgehen möchten, sondern auch einen gewissen Trainingserfolg erreichen. Darum sollte jeder Interessierte, ob Kind oder Erwachsener, ein Probetraining besuchen und gemeinsam mit dem Trainer, seine Möglichkeiten ausloten.


Gibt es Einsteigerkurse?

Nein, einen speziellen Einsteigerkurs gibt es nicht bei uns!

Grundsätzlich ist ein Einstieg in das Aikidotraining zu jeder Zeit möglich, es besteht also keine Notwendigkeit, einen Anfängerkurs zu besuchen.

Aus organisatorischen Gründen sollte sich jeder Interessierter oder Neuanfänger dennoch hier im Vorfeld bei uns anmelden und wir vereinbaren daraufhin ein Probetraining.

Es kümmern sich dann die Fortgeschrittenen zunächst darum, dass der Neuankömmling einen ersten Eindruck erhält und sie helfen auch bei den “ersten Schritten” im Aikido. Unsere Praxis hat gezeigt, dass sich schon nach einigen regulären Trainings sich der Neuankömmling schon in die Trainingsgruppe eingefügt hat!


Was kommt beim Probetraining auf einen zu?

Beim einem Probetraining gibt es neben einiger theoretischen Erklärungen (was Aikido ist, wo es herkommt, wer es „erfunden“ hat und so weiter) zusätzlich eine individuelle Betreuung.

So bekommt der Anfänger, nach dem gemeinsamem „Warmmachen“, die erste praktische Ausführungen gezeigt. Als erstes wird er das Abrollen und sonstige Grundformen erlernen.

Jedoch beschränken wir uns bei dem Neuankömmling nicht nur auf diese Anfänge, schnell wird er in das aktive Training eingebunden und erlernt die ersten Techniken. Wie ein Training bei uns abläuft, kann man hier nachlesen.


Gibt es Wettkämpfe im Aikido?

Nein, denn als Basis der Wettkämpfe gilt eine (sportliche) Konfrontation mit dem „Gegner“. Erst dies macht einen Wettkampf zu dem was er ist.

Im Aikido reden wir auch eher vom „Partner“ als vom Gegner. Schon dieses zeigt, dass der Wettkampfgedanke im Aikido keinen Wert eingeräumt wird.

Ziel einer Aikidotechnik sollte sein, die Konfrontation aufzulösen und den Angreifer dazu zu bewegen, von seiner Aggression abzusehen. Aikido kann somit also nicht richtig in ein Wettkampfschema passen.

Aikido ist eine sehr individuelle Möglichkeit zur Selbsterkennung und -entwicklung, jeder Aikidoka bringt seine persönliche Voraussetzungen und Möglichkeiten mit auf die Matte. Wie könnte hier ein Wettkampf bewertet und die Praktizierenden miteinander verglichen werden?


Welche Voraussetzungen muss man sonst noch erfüllen, um mit dem Aikido zu beginnen?

Ausser dem Willen zur Bewegung und Freude auf ein gemeinsames Erlernen sind keine weiteren Voraussetzungen nötig, um mit dem Aikidotraining zu beginnen.

Allgemein kann man sagen, dass jeder, der die Kraft hat zu gehen, auch Aikido betreiben kann. Aikido arbeitet nicht mit Muskelkraft.

Vorsicht ist allerdings geboten bei Verletzungen des Bewegungsapparates (insbesondere Knie und Wirbelsäule). Hier sollte vorher besser ein Sportarzt um seine Einschätzung befragt werden. Der Verband behält sich aus reiner Vorsorge das Recht zu, eine solches medizinisches Attest zu fordern.

Eine persönliche Entfaltung und Weiterentwicklung sollte für jeden Aikidoka in jeder Trainingseinheiten möglich sein, dies ist das Ziel! Das Aikido ist ein langer Weg und gemeinsam sind wir alle auf dem selben Weg unterwegs, wo er uns hinführt, entscheiden aber jeder von uns ganz alleine für sich.

Zum Einstieg benötigst man lediglich eine bequeme lange (Jogging-)Hose sowie ein langärmliges T-Shirt. Schuhe sind nur für den Weg bis zur Umkleide und der Matte vonnöten, auf den Matten trainieren wir barfuss (oder in Strümpfen). Erst nachdem man sich zum weiter trainieren entschieden hat, sollte man sich die nötige Ausrüstung zulegen.


Wie oft kann man als Vereinsmitglied am Training teilnehmen?

Jedes Vereinsmitglied darf und sollte an den Vereinsaktivitäten teilnehmen. Regelmässiger Besuch der Trainingseinheiten dient allen Beteiligten für ihre eigene Entwicklung und das persönliche Weiterkommen im Aikido. Dies gilt auch für die regelmässigen Lehrgänge die von der FNAL organisiert werden.

In den Trainings innerhalb der Dojos der FNAL wird keinen Unterschied zwischen Anfänger und Fortgeschrittene gemacht, Alle üben mit Alle, entsprechend des jeweiligen Fortschrittes des Einzelnen.

Auch ermutigt und unterstützt der Verband alle Aikidokas, an den Lehrgängen der ACSA teilzunehmen.


Was ist, wenn man längere Zeit nicht zum Training kommen kann?

Die Gründe, warum man mal nicht zum Training zu gehen kann können sehr vielschichtig sein. Jeder sollte die Intensität und Regelmässigkeit seiner Teilnahme an den Trainings selbst bestimmen. Trotzdem kann man Aikido nur erlernen, indem man es übt, daher ist ein gewisses „Dranbleiben“ von Nöten!

Um einen Fortschritt in den Bewegungen zu erreichen, sind unsere Trainingseinheiten so gestaltet, dass die Techniken und auch andere Übungen immer wieder wiederholt und neu geübt werden. Somit verpasst man nichts und es ist es eben jedem die Möglichkeit gegeben, nach seiner Pause wieder ins eigentliche Training zurückzufinden.

Trotzdem gehört es aber auch zum Respekt und Etikette den Verbands- und Vereinsverantwortlichen gegenüber, dass man eine längere Pause oder Abwesenheit schnellstmöglich mitteilt.


Müssen Prüfungen ablegen werden und wann wird man ein Meister?

Die Kyu-Prüfungen geben dem Aikidoka ein Feedback seines Fortschrittes. Trotzdem sind sie jedoch nicht als absolut zu bewerten, da jeder mit seinen persönlichen Voraussetzungen anfängt und somit sind die Wege als solche nicht direkt miteinander vergleichbar sind.

In Gegensatz zu anderen Kampfsportarten/-künsten oder auch Aikidoverbänden werden bei der FNAL keine farbigen Gürtel getragen. Jeder fängt mit dem weissen Gürtel an, erst später trägt man als Fortgeschrittener (ab dem 1. Kyu) den Hakama dazu. Erst nach bestandener Prüfung zum 1. Dan trägt man den schwarzen Gürtel. Weitere visuelle Unterscheidungen zu den Graduierungen gibt es in der FNAL nicht.

Obwohl ein Mindestanzahl von Trainingszeiten zwischen den Prüfungen vorgeschrieben ist, ist dieser Zeitraum wieder sehr individuell und hängt auch sehr stark von der Progression des jeweiligen Aikidoka ab. Auch ist das Bestehen von Gürtelprüfungen nicht das Primärziel des Aikido. Die Graduierungen sollen dem Aikidoka seinen Fortschritt zeigen und ihn zum Weiterschreiten seines Weges ermutigen!

Auch mit dem Erreichen des Schwarzgurtes ist man noch immer kein „Meister“, sondern zeigt nur dass man die Grundtechniken erlernt hat. Entgegen der allgemeinen Meinung, bedeutet „Dan“ nichts anderes als „Stufe“; ein 1. Dan sagt also nur aus, dass derjenige, die erste Stufe erreicht hat.

Nach Erreichen dieser ersten Stufe, den 1. Dan, beginnt das Erlernen des Aikido erst so richtig. Ab hier befindet sich der Aikidoka auf seiner ganz persönlichen Suche nach „seinem“ Aikido und den Hintergründen. Durch einen kreativen Einsatz, wird sich der Aikidoka weiterhin investieren und somit seine eigene Progression bewusster erfahren.


Eine weitere Frage stellen

Was ist Aikido ?

In einem kleinen Film, erklärt der Deutsche Aikido Bund, was Aikido eigentlich ist.

Viel Spass beim Anschauen!

Der DAB ist Inhaber aller Rechte des Filmes.

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